Wie können Regionen voneinander lernen, erfolgreiche Ansätze übertragen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Maximilian Vogl und Dr. Stefania Sardo vom Regionalmanagement des Kommunalunternehmens Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) beim Erfahrungsaustausch der Regionalen Initiativen und Bezirksregierungen in Farchant und Garmisch-Partenkirchen. Für das KUS, das seit Mai 2026 mit einem eigenen Regionalmanagement aktiv ist, bot die Veranstaltung wertvolle Impulse für die weitere Arbeit an zwei Zukunftsprojekten im Landkreis.
Das Programm zeigte, wie vielfältig Regionalmanagement in der Praxis sein kann. Themen wie Künstliche Intelligenz, Fachkräftesicherung, Wohnraum und Tourismus standen ebenso im Fokus wie konkrete Projekte vor Ort. Besonders anschaulich war das Besuchermanagement am Eibsee, das verdeutlichte, wie Regionen auf spezifische Herausforderungen reagieren und passende Lösungen entwickeln können.
Gerade in der Aufbauphase des eigenen Regionalmanagements ist der Blick über die Landkreisgrenzen hinaus hilfreich. Denn obwohl sich die Ausgangslagen unterscheiden, beschäftigen viele Regionen ähnliche Fragen: Wie lassen sich Flächen nachhaltig entwickeln? Wie können Fachkräfte gesichert und Wohnraum geschaffen werden? Und wie gelingt es, neue Ideen gemeinsam mit den richtigen Partnern umzusetzen?
Der Austausch ermöglicht es, von Erfahrungen aus der Praxis zu lernen, bewährte Ansätze kennenzulernen und mögliche Stolpersteine frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es keine allgemeingültige Blaupause für erfolgreiches Regionalmanagement gibt. Jede Region muss eigene Lösungen entwickeln, die zu ihren Voraussetzungen, Potenzialen und Herausforderungen passen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind dabei tragfähige Netzwerke. Sie schaffen die Grundlage, um Wissen zu teilen, neue Perspektiven einzunehmen und passende Partner für gemeinsame Vorhaben zu finden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weitere Projektarbeit des KUS ein.
Im Rahmen der bayerischen Regionalmanagementförderung erhält das KUS rund 300.000 Euro für drei Jahre. Mit der Förderung werden zwei Projekte umgesetzt, die die regionale Zusammenarbeit stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises langfristig sichern sollen. Ein Schwerpunkt ist das interkommunale Flächenmanagement. Gemeinsam mit den 19 Kommunen des Landkreises sollen Gewerbe- und Mischbauflächen systematisch erfasst, vorhandene Potenziale sichtbar gemacht und Flächen nachhaltiger entwickelt werden. Angesichts knapper Flächen und konkurrierender Nutzungsansprüche geht es darum, bestehende Möglichkeiten besser auszuschöpfen und eine abgestimmte Entwicklung über Gemeindegrenzen hinweg zu unterstützen.
Das zweite Projekt widmet sich dem Standort Landkreis Pfaffenhofen im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI). Ziel ist es, vorhandene Potenziale in dieser Zukunftsbranche gezielt weiterzuentwickeln, Unternehmen und Forschungseinrichtungen stärker zu vernetzen und Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen. Geplant sind unter anderem Austausch- und Netzwerkformate sowie Kooperationen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Startups.
„Gerade in der Aufbauphase unseres Regionalmanagements ist der Austausch mit anderen Regionen besonders wertvoll. Wir können von bestehenden Erfahrungen lernen, neue Perspektiven gewinnen und zugleich unsere eigenen Projekte entwickeln“, lautet das Fazit aus dem KUS-Regionalmanagement.
Der Erfahrungsaustausch hat damit wichtige Anregungen für die weitere Arbeit geliefert. Denn erfolgreiche Regionalentwicklung entsteht nicht isoliert, sondern durch Zusammenarbeit, voneinander Lernen und Lösungen, die auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. Weitere Informationen zum Regionalmanagement und den Projekten des KUS gibt es unter www.kus-pfaffenhofen.de. Für Fragen stehen die Ansprechpartner des KUS unter info@kus-pfaffenhofen.de oder telefonisch unter 08441 4007440 zur Verfügung.
Bildunterschrift (2026_10_19_Regionalmanagement-Treffen_Foto=KUS Maximilian Vogl) Der Erfahrungsaustausch in der Zugspitz Region lieferte wertvolle Impulse und Praxisbeispiele für die weitere Arbeit des KUS Regionalmanagements und die Zukunftsprojekte im Landkreis Pfaffenhofen.