Startups aus dem Landkreis Pfaffenhofen überzeugen bei der „Nacht der Bewerber“ zum Gründerpreis Ingolstadt

Beim diesjährigen Gründerpreis Ingolstadt gingen insgesamt 44 Startups im Rahmen der „Nacht der Bewerber“ am 22. April im brigk sowie an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) an den Start. Auch das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) war als offizieller Partner des Gründerpreises Ingolstadt vor Ort vertreten und verfolgte die Pitches aus dem Landkreis Pfaffenhofen.

Die Bandbreite der Ideen reichte von KI-Anwendungen über industrielle Innovationen bis hin zu nachhaltigen und sehr praxisnahen Geschäftsmodellen. Insgesamt drei Teams aus dem Landkreis Pfaffenhofen überzeugten mit ihren Präsentationen und zeigten die Vielfalt der regionalen Gründungsszene.

Sona Gallinger und Dr. Ali Bigdelou präsentierten mit „anaita“ eine Lösung für ein sehr alltägliches Problem im Onlinehandel: die Unsicherheit bei der Passform von Kleidung. Viele kennen die Situation, ein Kleidungsstück online zu bestellen, sich darauf zu freuen – und bei der Anprobe enttäuscht zu sein, weil etwa Ärmel zu kurz sind oder das Teil nicht richtig sitzt. Genau hier setzt das Gründungsteam an: Sie ermöglicht es, Kleidungsstücke bereits vor dem Kauf digital am eigenen Körper zu visualisieren. So kann frühzeitig eingeschätzt werden, ob Größe und Schnitt passen. Neben dem Mehrwert für Kundinnen und Kunden bietet die Lösung auch Potenzial für Onlinehändler, insbesondere im Hinblick auf reduzierte Retourenquoten. 

Mit „Begrar“ stellten Marius Geier, Manuel Bezenar und Marco Granata ein Startup vor, das den Einsatz von Drohnentechnologie in der Landwirtschaft deutlich weiterdenken will. Aktuell werden in Deutschland nur einige hundert spezialisierte Agrardrohnen eingesetzt. Die Gründer wollen diese Technologie skalieren und stärker in landwirtschaftliche Prozesse integrieren. Ziel ist es, Anwendungen effizienter, präziser und breiter nutzbar zu machen – unter anderem auch im regional bedeutsamen Hopfenanbau.

Anne-Kathrin und Stefan Ottinger zeigten mit Naturhandwerk Ottinger einen Ansatz, der Handwerk, Nachhaltigkeit und Gesundheitsaspekte verbindet. Ihr Unternehmen entwickelt Produkte aus Zirbenholz und kombiniert traditionelle Materialien mit modernen Nutzungsideen. Neben Infrarot-Wärmekabinen, Betten und Möbeln fällt insbesondere eine mobile Lösung auf: Eine Kombination aus Bett und Infrarotkabine, die in einem Anhänger verbaut ist und dadurch flexibel eingesetzt werden kann. Damit verbinden sie Naturmaterialien mit einem innovativen, mobilen Nutzungskonzept.

„Die Vielfalt und Qualität der Pitches zeigt, wie lebendig und innovativ die Gründungsszene in unserer Region ist. Es freut uns besonders, dass auch Startups aus dem Landkreis Pfaffenhofen den Mut haben, ihre Ideen auf großer Bühne zu präsentieren“, so KUS-Vorstand Johannes Hofner.

Im Anschluss an die Präsentationen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch und zur Vernetzung. Die Veranstaltung bot damit nicht nur eine Bühne für Ideen, sondern auch wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Projekte.

Mit Spannung wird nun auf die Prämierungsfeier am 24. Juni geblickt, bei der die besten Geschäftsideen ausgezeichnet werden.

Das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) unterstützt Gründungsinteressierte umfassend auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit – von der ersten Idee über individuelle Beratungen bis hin zu Netzwerkveranstaltungen und praxisnahen Workshops. Bei Fragen oder Interesse kann jederzeit an gruendung@kus-pfaffenhofen.de geschrieben werden.