Mein Kopf ist voller Ideen und mich treibt immer irgendetwas voran. Ich wollte meine Ideen verwirklichen und mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann. So überlegte ich, was mir Spaß macht und was ich gut kann.
Gründer Sebastian Wöhr
Teil I – Das Unternehmen
Stell dich und das Unternehmen kurz vor!
Mein Name ist Sebastian Wöhr. Ich bin Brandschutzmeister, Brandschutzbeauftragter und Rettungssanitäter. Im Juni 2023 gründete ich einen Brandschutzservice mit dem passenden Namen „Der Feuerwöhr“.
Womit verdienst du dein tägliches Brot? Was machst du?
Brandschutz ist für die meisten Unternehmen ein lästiges und unübersichtliches Thema. Welche Gesetzesvorgaben müssen erfüllt werden? Welche Prüfintervalle der verschiedenen Brandschutzeinrichtungen müssen eingehalten werden? Diese und noch viele weitere Fragen zum Thema Brandschutz sollte ein Unternehmer im Kopf haben…ZUSÄTZLICH zum meist sehr stressigen Alltagsgeschäft.
Und genau hier setze ich, bzw. hier setzt „Der Feuerwöhr“ an.
Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, das Unternehmen zu entlasten, indem ich ein Rundum – Sorglospaket in Sachen Brandschutz anbiete. Als externer Brandschutzbeauftragter stehe ich dem Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Das heißt ich übernehme die Ausbildung der Brandschutzhelfer und die jährliche Brandschutzunterweisung. Des Weiteren führe ich die Überprüfung und Instandhaltung der Feuerlöscher, der Brandschutztüren und der RWA – Anlangen durch.
Aber auch Brandschutzbegehungen und das Erstellen von Flucht- und Rettungswegplänen sowie das Durchführen von Erste – Hilfe – Kursen und Notfalltrainings gehören zu meinen angebotenen Leistungen.
Wer sind deine Kunden?
Zu meinen Kunden zählen Unternehmen verschiedenster Größen und Branchen aber auch Vereine aller Art sowie natürlich auch Privatleute. Hier zeigt sich, dass Brandschutz jeden etwas angeht und wie wichtig er ist.
Teil II – Die Gründung
Wie hast du angefangen? Seit wann gibt’s es dein Unternehmen?
Den Brandschutzservice habe ich im Juni 2023 gegründet. Kurz nach der Geburt meines zweiten Kindes. Der Zeitpunkt für die Gründung war jetzt zugegeben nicht optimal gewählt, aber ich dachte jetzt oder nie. Schließlich werde ich auch nicht jünger. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Frau, die mir in der Zeit den Rücken freigehalten hat und immer noch freihält.
Wo soll die Reise hingehen? Wo siehst du dich selbst in 5 bzw. 10 Jahren.
Aktuell betreibe ich den Feuerwöhr nebenberuflich. Hauptberuflich arbeite ich als Brandschutzmeister bei einer Werkfeuerwehr.
Eine Glaskugel habe ich natürlich nicht, aber mein Ziel ist es, die „Feuerwöhr – Akademie“ aufzubauen. Ein Schulungszentrum für Brandschutz- und Erste – Hilfe -Schulungen. Warum? Weil mir das Lehren und Weitergeben von Wissen sehr sehr viel Spaß macht und ich darin richtig aufblühe. Ich würde behaupten, dass eine Schulung bei mir nie langweilig wird.
Der Name „Feuerwöhr“ sollte im Idealfall zu einer Marke mit Wiedererkennungswert reifen.
Selbstverständlich mit alles gewohnten und bisher angebotenen Leistungen.
Wie kam es zu dem Entschluss den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen? Warum hast du den Schritt ins Risiko gewählt.
Welcher Job ist heutzutage noch sicher? Das Umfeld wird schwieriger. Außerdem motiviert mich der Gedanke meinen Kindern etwas weiterzugeben. Ein Vermächtnis, ein gut laufendes Unternehmen. Ein Unternehmen welches die Welt ein kleinwenig sicherer macht. Sei es durch Brandprävention, das Ausbilden von Ersthelfern oder durch das Umstellen von umweltfreundlichen und nachhaltigen Löschmitteln in Feuerlöschern.
Mein Kopf ist voller Ideen und mich treibt immer irgendetwas voran. Ich wollte meine Ideen verwirklichen und mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann. So überlegte ich, was mir Spaß macht und was ich gut kann. Die Antwort: Brandschutz und Unterrichten.
Ein allzu großes Risiko habe ich aktuell noch nicht, da ich ja meinem Hauptberuf als Brandschutzmeister nachgehe.
Gibt es Momente, in welchen Du diesen Schritt bereut hast?
Bereut an sich nicht, aber ich war am Zweifeln, ob es das Richtige war. Anfang letzten Jahres hatte ich eine „Durststrecke“ von gut vier Monaten. Da arbeitet der Kopf. Selbst nachts im Bett. Obwohl es ja eigentlich „nur“ nebenberuflich ist. Aber man hat ein Ziel vor Augen das man erreichen möchte. Hinzu kommt auch noch die Tatsache, dass es hier im Umkreis von 20-25km relativ viele Kollegen gibt, die auch einen Brandschutzservice betreiben. Das hat den Schritt in die Selbstständigkeit nicht einfacher gemacht. Da musst du versuchen, irgendwie herauszustechen.
Was hat dich dazu bewegt, hier in der Region zu gründen? Wie gefällt dir die Unterstützung bzw. das Angebot für Gründer durch das KUS?
Auch wenn es viele Mitbewerber gibt, wollte ich immer in der Region 10 gründen. Ich bin sehr heimatverbunden und liebe es hier in der Holledau zu leben. Ich denke ich habe der Region sehr viel zu verdanken und deswegen möchte ich den Menschen hier etwas zurückgeben.
Ich durfte dank meiner Selbstständigkeit schon viele großartige Menschen aus der Region kennenlernen. Und es fühlt sich – gerade in Pfaffenhofen – sehr familiär an. Hier hilft man sich noch gegenseitig.
Das Angebot des KUS zur Gründung habe ich selbst gar nicht wahrgenommen, da ich nichts davon wusste. Aber das KUS hat mich dazu motiviert am Gründerpreis Ingolstadt teilzunehmen. Was sich sehr gelohnt hat. Seitdem durfte ich schon einige interessante Veranstaltungen besuchen und kann es zukünftigen Gründerinnen und Gründern aber sehr ans Herz legen, dies auch zu tun.
Was über das Gründer-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Such dir frühzeitig einen Steuerberater.
Hast Du einen Tipp für all diejenigen, welche mit dem Gedanken spielen zu gründen?
Um es mit den Worten des von mir sehr geschätzten Franz Glatz, CEO von brigk, zu sagen: Machen, Machen, Machen!
Teil III – Der Gründer
Wenn der Tag mal richtig stressig war, wie erdest du dich wieder? / Was machst Du, wenn Du mal freie Zeit hast?
Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Hier genieße ich jede Minute. Auch wenn es mit zwei Kindern im Alten von 4 und 2 Jahren durchaus stressig wird.
Ansonsten gehe ich gerne Essen oder trinke ein Glas Wein / Rum mit Freunden.
Das wusste bisher keiner über Dich?
Als Kind habe ich mit meinem Kumpel mal eine Panzerabwehrmine im Wald gefunden. Wir versuchten die Mine mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln (Hammer, Schraubenzieher) zu öffnen. Zu unserem Glück war es ein Blindgänger. Sonst könnte ich jetzt nicht diese Fragen hier beantworten : )